Stefan Büchner

In seinem Projekt „Jägerlatein“ inszeniert der in Berlin lebende Fotograf Stefan Büchner auf humorvolle Weise die menschliche Eigenschaft, persönliche Erlebnisse besonders schön und übertrieben darzustellen – jeder Mensch tut dies täglich bei Beschreibungen seiner Reiseerlebnisse, bei Bewerbungen, in seinem Lebenslauf. Dafür sammelt man Trophäen, Zeugnisse seines Handels, um sie bei

Bedarf vorweisen zu können. Gekennzeichnet sind Büchners Arbeiten durch klassische Bildgestaltungen, hohes technisches Know-how und seine Experimentierfreudigkeit. Die Arbeiten changieren von expressiver Farbigkeit bis hin zu comicartigen Vereinfachungen.

 

Stefan Büchner,
geb.: 08.05.1960

Fotografenlehre,
langjährige Aufenthalte / Wanderjahre in England, Frankreich, Spanien
Selbständige Tätigkeit als Fotograf seit 1986 in Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin
Auftragsarbeiten für Lego, Continental, Rotring, Condé Nast, Madame, Montblanc, Saturn

Projekte:
„Familien“ 1992
Lochkamerapolaroids von Familien und Gruppen
Die Menschen sollten sich für den Zeitraum von etwa 1 Min ( Länge der Belichtungszeit), selbständig zu einer Gruppe zusammenstellen.
Das Ergebnis war, als kleiner Polaroidabzug, sofort für die Betrachter verfügbar.
Reproprints in 30X 30 und 100 x 100 cm.

„Jägerlatein“, ab 2005 – heute

ca. 250 Aufnahmen von Hochsitzen , die sich in immer weiteren Bearbeitungsschritten mehr und mehr von der ursprünglichen Aufnahme entfernen. Wie Erinnerungen an Erlebnisse, die immer ungenauer und bunter werden.

 

 

 

„Arma Christi“ ab 2007 – heute
A. bezeichnet die Passionswerkzeuge, die mit dem Leiden Christi verbunden werden, an dessen Schmerzen erinnern, für uns Mahnung sind und damit als „Waffen“ gegen die Anfechtungen der Sünde dienen.